Warum Kieferorthopädie?
zu stark nach vorne stehende Frontzähne
zu eng stehende Zähne
Es gibt viele medizinische Gründe, die eine Therapie von Zahn- und Kieferfehlstellungen erforderlich machen. Wenn Zähne und Kiefer nicht in einer korrekten Lagebeziehung zueinander sind, können hieraus im Laufe der Zeit schwerwiegende Probleme resultieren: erhöhtes Kariesrisiko bei z.B.
zu eng stehenden Zähnen, Fehlbelastung und verstärkte Abnutzung von Zähnen bis hin zum Zahnverlust, Kiefergelenksprobleme, erhöhte Verletzungsgefahr bei z.B.
zu stark nach vorne stehenden Frontzähnen, Schleimhautverletzungen (z.B. durch Einbisse), verminderte Kaufähigkeit und Parodontalerkrankungen.
Durch eine erfolgreiche kieferorthopädische Therapie können Sie Ihre Zähne lange gesund und schön erhalten.
Kieferorthopädie bei Kindern und Jugendlichen
progene Verzahnung
Kreuzbiss
Die häufigsten kieferorthopädischen Behandlungen beginnen zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr und dauern in der Regel 3 bis 4 Jahre. Bei einigen Fehlstellungen wie
Kreuzbiss,
großen Frontzahnstufen,
progenen Verzahnungen oder
offenen Bissen sind jedoch Frühbehandlungen (meistens ab dem 6. Lebensjahr) indiziert.
Mundvorhofplatte (Hinz)
festsitzender Platzhalter
Verfrühter Verlust eines Milchzahnes sollte durch ein Einsetzen eines
Platzhalters ausgeglichen werden, um einem späteren Platzmangel entgegen zu wirken. Auch können Daumenlutschen und falsches Schlucken zu Fehlstellungen führen, die alle frühzeitig behandelt werden sollten. In solchen Fällen kann z.b. eine
Mundvorhofplatte (evtl. in Zusammenarbeit mit einer Logopädin/Logopäde) indiziert sein.
festsitzendes Gerät (Brackets)
herausnehmbares Gerät
Bei Kindern und Jugendlichen wird das körpereigene Wachstum beeinflusst bzw. zur Therapie genutzt. So kann abhängig von der Art der Fehlstellung eine Therapie mit
herausnehmbaren und/oder
festsitzenden Geräten notwendig sein. Natürlich wird zunächst versucht, möglichst für alle bleibenden Zähne eine korrekte Stellung im bleibenden Gebiss herzustellen. Falls jedoch Platz- oder Wachstumsvoraussetzungen dies nicht ermöglichen, muss eventuell eine Extraktionstherapie geplant werden.
Kieferorthopädie für Erwachsene
festsitzendes Gerät (Keramikbrackets)
Invisalign Aligner
Für kieferorthopädische Behandlungen gibt es im Grunde keine Altersbegrenzung, so dass die Therapie Erwachsener mittlerweile zum Standard der Zahnmedizin gehört.
Um die kieferorthopädische Behandlung möglichst unauffällig zu gestalten, werden z.B. durchsichtige Schienen, sogenannte
Invisalign Aligner und
Keramikbrackets angeboten.
Ein gesunder Zahnhalteapparat und möglichst viele eigene Zähne sind die besten Voraussetzungen für eine kieferorthopädische Behandlung. Bei Erwachsenen können sowohl reine Zahnverschiebungen als auch bei extremen Zahn-Kieferfehlstellungen kieferorthopädisch-kieferchirurgische Kombinationsbehandlungen durchgeführt werden. So werden bei Erwachsenen z.B. häufig kieferorthopädische Behandlungen durchgeführt, um eine korrekte prothetische Versorgung ermöglichen zu können oder um durch Korrektur von Fehlstellungen vorzeitigen Zahnverlust oder Parodontalerkrankungen zu vermeiden. Bei Erwachsenen tritt aber auch immer häufiger der Wunsch in den Vordergrund, ästhetisch störende Zahnfehlstellungen zu korrigieren. Neuerdings können durch den Einsatz von Miniimplantaten Behandlungen kontrollierter und in einigen Fällen weniger aufwändig durchgeführt werden.
Behandlungsablauf
Fernröntgenseitenaufnahme des Schädels
Panoramaröntgenaufnahme
Am Beginn steht eine ausführliche kieferorthopädische Diagnose. Es werden Abdrücke von Ober- und Unterkiefer genommen, Fotos gemacht, sowie mit
digitalen Röntgengeräten in unserer Praxis eine
Panoramaröntgenaufnahme des gesamten Gebisses und eine
Fernröntgenseitenaufnahme des Schädels angefertigt. In seltenen Fällen ist die zusätzliche Anfertigung eines Röntgenbildes der Hand erforderlich. Nach einer gründlichen Auswertung der nun vorliegenden Unterlagen und einer umfassenden Analyse aller erfassten Daten, wird ein Therapieplan erstellt, in dem festgelegt wird, wie und mit welchen Mitteln die Behandlung des Patienten erfolgen sollte. In einem weiteren Beratungsgespräch wird Ihnen dann dieser Therapieplan vorgestellt und erläutert.
Es setzt dann in der Regel eine mehrjährige aktive Therapiephase ein, in der meistens verschiedene Behandlungsgeräte notwendig sind.
Nach Abschluss der aktiven Behandlungsphase muss das Behandlungsergebnis in der sogenannten Retentionsphase stabilisiert werden.
festsitzender Retainer
Retentionsgerät
Deshalb müssen sogenannte
Retentionsgeräte noch über einen gewissen Zeitraum getragen werden, um zu verhindern, dass sich die Zähne wieder verschieben (Rezidiv). Diese Geräte gibt es als
herausnehmbare und
festsitzende Retainer.
Gesetzliche Bestimmungen
Keramikbrackets
festsitzende Retainer
Eine kieferorthopädische Behandlung wird von den gesetzlichen Krankenkassen ab einem definierten Schwierigkeitsgrad finanziert, wenn sie den sogenannten
KIG-Richtlinien entspricht und bis auf kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlungen bis zum 18. Lebensjahr begonnen wird. Für die Krankenkassen steht die Therapie jedoch immer unter dem Gebot der Wirtschaftlichkeit. Dies bedeutet für den Patienten, dass nicht alles, was nach dem heutigen Stand der medizinischen Forschung möglich und sinnvoll ist, von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird. Daher bieten wir Ihnen in Ergänzung dieser Grundversorgung eine Reihe von Leistungen an, die alternativ oder ergänzend in Abstimmung mit dem individuellen Behandlungsplan der
Optimierung Ihrer Behandlung dienen. Dazu zählen beispielsweise
superelastische Drähte,
festsitzende Retainer,
spezielle Prophylaxe bei Multibandbehandlungen,
Keramikbrackets, ...
Risiken
Auch die gewissenhafte Durchführung der kieferorthopädischen Behandlung nach den heute gültigen Erkenntnissen der Wissenschaft kann Nebenwirkungen und Komplikationen nicht ausschließen wie z.B. Schmelzentkalkungen, Wurzelresorptionen, parodontale Veränderungen oder Rezidive.